Wohnform: Studenten-WG

Aug 10, 11 Wohnform: Studenten-WG

Endlich unabhängig! Auf den Auszug aus dem elterlichen Zuhause freuen sich die meisten Studenten, auch wenn natürlich ein weinendes Auge mit dabei ist. Endlich darf man so lange ausschlafen wie man möchte, ohne am Mittagstisch die vorwurfsvollen Blicke der Familie zu ernten, kann das Geschirr auch mal einen Tag länger in der Spüle stehen lassen und die Musik etwas lauter aufdrehen. Aber die Frage, die sich stellt, ist: Wo möchte man wohnen?

Eine der beliebtesten Alternativen ist die Studenten-WG. Hier teilen sich zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Mitbewohner und -bewohnerinnen Küche, Bad und wenn sie sich gut verstehen, vielleicht auch noch mehr: Gemeinsame Interessen, Hobbys oder die Milch im Kühlschrank.

Um eine gute gemeinsame Basis zu gewährleisten, gibt es die sogenannten WG-Castings. Denen stehen viele kritisch gegenüber, denn manchmal ist das der reinste Contest. Wer kann eine Waschmaschine in die WG mitbringen? Wer hört die beste Musik? Erstsemester sind oft ungern gesehen. Und von Vorteil wäre es sicherlich, wenn man schon einige Freunde in der Stadt hat – nicht damit man der WG zu sehr auf der Pelle hängt. Aber in den meisten WGs geht es nicht nur um eine Zweckgemeinschaft, sondern es wird gern auch mal gemeinsam in der Küche gesessen oder eine WG-Party geschmissen. Nicht sonderlich beliebt sind übrigens normalerweise Leute mit Putzfimmel, vor allem aber auch diejenigen, die noch nie den Besen geschwungen haben. Ein gutes Mittelmaß ebnet in den meisten Wohngemeinschaften den Weg zum Erfolg.

 

Klar ist: Jede WG ist anders. Von der Wohnung, in der man sich nur mal auf dem Flur grüßt bis zur WG, aus der sogar gemeinsame Kinder hervorgingen, ist alles dabei. Meist kann man in den Beschreibungen auf wg-gesucht.de oder studenten-wohnung.de bereits lesen, wie der ideale Mitbewohner für die jeweilige WG aussieht. Der vegane Künstlertyp, der Party-Student oder die Sportskanone – wichtig ist, dass sich beide Seiten wohlfühlen. Denn eins ist sicher: Wenn man schon beim Kennenlernen unsicher ist, sollte man es nicht riskieren. Schlimmer wird es immer, wenn man erst mal eine Weile unter einem Dach gewohnt hat. Stress wegen WG-Kasse, Kühlschrank oder Putzplan gibt’s nämlich in fast jeder WG mal. Wenn man sich aber gut versteht und Zuhause fühlt, dann sind solche kleinen Reibereien schnell aus der Welt geschafft. Und dann kann man wieder von dem schönsten Vorteil der WG profitieren: Man fühlt sich nie allein.

Bild: aboutpixel.de © gino73

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