Der Horror mit der Hausarbeit – Hilfe fuer verzweifelte Studenten

Jan 16, 12 Der Horror mit der Hausarbeit – Hilfe fuer verzweifelte Studenten

Als man noch in der Schule war, da schrieb man eben seine Klassenarbeiten und denen konnte man eigentlich gar nicht entrinnen. War man krank oder gab dies zumindest vor, musste man eben nachschreiben und am Ende des Jahres hatte man dann seine Noten – mal gut, mal schlecht – wurde aber doch in aller Regel mit seinen Klassenkameraden ins nächste Schuljahr versetzt. An der Uni ist das alles anders.

Im Grunde ist man eben selbst dafür verantwortlich, wie man seine Studienzeit beschreitet. Und anstatt Klausuren, die man eben einfach mitschreibt, stehen in vielen Fachrichtungen Hausarbeiten an. Sie werden für viele Studierende zur Motivationsfalle. Bei der Hausarbeit, da hat man sein eigenes Thema, da kann man sich nicht in der Gruppe mit auseinander setzen. Es erfordert, dass man sich in die Bibliothek aufrafft, viel liest, durcharbeitet, sich eben selbstständig mit einem Thema befasst. Auch wenn man die Hausarbeit natürlich bei einem Professor, einer Professorin oder Dozenten schreibt, ist die Betreuung dafür meist nur sehr partiell. Am Anfang eine Themenabsprache, optional noch eine Absprache von Literatur oder der Gliederung und schließlich die Abgabe – das ist der Normalfall. Ansonsten ist der Student auf sich allein gestellt.

Viele Studierende haben damit große Schwierigkeiten. Da an der Universität niemand den Studienverlauf des einzelnen mitverfolgt, kommt es oft dazu, dass viele Studis ihre Hausarbeiten immer und immer wieder hinauszögern. Ob man das Dossier eben doch erst einige Semester später oder vielleicht gar nicht abgibt, das fällt keinem auf.

An einzelnen Universitäten bilden sich nun Schreibzentren, in denen Studenten in der schwierigen Zeit des zurückgezogenen Hausarbeiten-Schreibens Unterstützung finden können. Eine der Vorreiter-Hochschulen ist dabei die Viadrina in Frankfurt an der Oder. Dort werden inzwischen sogar Kurse für Studierende angeboten, die sich zu Schreibberatern ausbilden lassen und dann ihre Kommilitonen beraten können. Eine innovative Einrichtung, die sich nun auch an anderen Unis verbreitet und den Studierenden auch während des Schreibprozesses eine kontinuierliche Betreuung erhalten. Wichtig ist den Schreibberatern: Hierhin braucht man nicht erst im Notfall kommen, auch im Normalfall sind Diskussionen über die Hausarbeit, Bachelor-Thesis oder Diplomarbeit immer hilfreich und führt dazu, dass man weiter am Ball bleibt. Es ist sehr wünschenswert, dass die Schreibzentren bald zu einer obligatorischen Einrichtung an den Hochschulen werden, denn die Zahl derjenigen Studierenden, die ihr Studium aufgeben, weil sie noch aus den ersten Semestern mehrere Hausarbeiten mit sich herumtragen und kein Land in Sicht sehen, sollte man nicht unterschätzen.

Bild: pixelio.de © birgitH

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