Bafoeg-Saetze werden nicht erhoeht
Die Lebenshaltungskosten steigen, doch die Bafög-Sätze werden nicht erhöht. Der neue Bafög-Bericht enthält keine Empfehlung zu einer Erhöhung des Bafög-Satzes, obwohl die Gewerkschaften und das Studentenwerk eine Erhöhung von fünf Prozent gefordert hatten, um den Satz an die gestiegenen Lebenskosten, die Preis- und Lohnerhöhungen anzupassen.
Daraufhin hatte Bildungsministerin Annette Schavan den Ländern Gespräche zur Verhandlung eines neuen Bafög-Satzes angeboten. Doch offenbar gab es wie schon 2010 erneut Kontroversen zwischen Bund und Ländern. Da die Länder einen Anteil von 35 Prozent an der Förderung tragen, müssen sie einer Erhöhung zustimmen und diese mittragen.
Ursache für die Ablehnung einer Erhöhung sind vermutlich die gestiegenen Ausgaben für Bafög in den letzten Jahren. Seit 2008 sind diese von 2,3 auf 2,9 Milliarden angestiegen. Immer mehr Studierende erhalten Bafög. Der Anteil der Studierenden, die gefördert werden ist von 24,4 auf 25,8 Prozent gestiegen. Die Zahl der Auslands-Bafög-Empfänger stieg sogar um die Hälfte.
Das Bafög stellt eine der wichtigsten Säulen der Studienfinanzierung in Deutschland dar. Sie ermöglicht auch Studierenden aus sozial schwachen Familien ein Hochschulstudium ohne größere finanzielle Schwierigkeiten. Im Oktober 2010 wurde der Bafög-.Satz zuletzt erhöht. Seitdem liegt der Höchstsatz bei 670 Euro. Bei steigenden Lebenshaltungskosten kann es schwierig werden mit diesem Monatssatz auszukommen – vor allem in den Städten, in denen mit hohen Mietkosten zu rechnen ist. Alle zwei Jahre wird ein Bafög-Bericht unter Berücksichtigung der Preissteigerungen, Lebenshaltungskosten und Lohnerhöhungen aufgestellt. Es bleibt den Studierenden also nur, auf den nächsten Bericht zu hoffen.
Bild: aboutpixel.de © Bernd Boscolo
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